Landwirtschaft in Wixhausen

Die Ausstellung des Dorfmuseums zeigt am 21. und 22. April in der „Scheune“ das landwirtschaftliche Leben und Arbeiten in den 1950er und 60er Jahren

Landluft statt Diesel-Stickoxide. Um die Abgase von Verbrennungsmotoren machte man sich keine Gedanken im Dorf Wixhausen in den 1950er Jahren. Kuh- und Schweineställe, Misthaufen und Jauche auf den Feldern zeigte jeder Nase, dass Wixhausen ein landwirtschaftlich geprägter Ort war. Dieser „Duft“ gehörte zum Leben.  Was dieses bäuerliche Leben in der Mitte des letzten Jahrhunderts ausmachte, zeigt das Team vom Dorfmuseum Wixhausen in seiner Jahresausstellung 2018:

Landwirtschaft in Wixhausen“ wird am Samstag, 21. April von 14 bis 19 Uhr und Sonntag, 22. April 2018 von 11 bis 17 Uhr im Gemeindehaus Scheune in der Römergasse 17 in Wixhausen zu sehen sein.

Zahlreiche Bilder dokumentieren, wie mühsam vor nur gut 50 Jahren die Landarbeit im Vergleich zu heute gewesen ist und einige landwirtschaftliche Geräte zeigen, welche technischen Hilfsmittel den Landwirten vor Zeit der allgemeinen „Motorisierung und elektronischen Steuerung“ zur Verfügung standen. Auf Postern zeit das Team, was Zeitzeugen über das Leben in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu berichten haben.

Auch die Bewirtung während der Ausstellung wird zeit- und stilgerecht sein. Wie damals bei der Feldarbeit gibt es „Ladwäjebrot (Brot mit Pflaumenmus), Hausmacher Wurstbrot und Milchkaffee.

Begleitend zur Ausstellung gibt es auch wieder eine vielseitige Dokumentation zum Thema, geschrieben von Rainer Lutz.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, eine Spende ist willkommen. Das Team des Dorfmuseums freut sich über einen regen Besuch.

 

Weitere Informationen:
Evangelische Kirchengemeinde Wixhausen
- Dorfmuseum -
Römergasse 17
64291 Darmstadt

Telefon 06150/7731
www.dorfmuseum-wixhausen.de

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3klänge – das Konzert im Mai

Gemeinschaftskonzert von Schüler-, Jugend- und Großem Blasorchester der TSG Wixhausen

Zwei Lausbuben, eine Hochzeit und ein Medley voller Wohlfühlmusik – das sind die Zutaten zum Konzert „3klänge“, dem Gemeinschaftskonzert der TSG-Orchester aus Wixhausen.

Tom Sawyer und Huckleberry Finn – es gibt wohl niemand, der diese Namen nicht schon gehört hätte. Franco Cesarini setzte seine Ideen zu den Hauptpersonen und der Geschichte in der 5-sätzigen „Tom-Sawyer-Suite“ im Stile des New Orleans Jazz um.

Ähnlich schwungvoll, aber stilistisch eher im Wohlfühl-Bigband-Sound erklingt die Musik von Herb Alpert. Der amerikanische Trompeter hat schon über 72 Millionen Platten verkauft. Seine Hits wie „A Taste of Honey“, „Spanish Flea“ oder „Tijuana Taxi“ kennt vermutlich jeder.

Einen ruhigen, berührenden Gegensatz dazu bildet „One hand, one heart“, das Duett zur wunderbaren Hochzeitsszene aus Leonard Bernsteins „West Side Story“.

Das Jugendblasorchester hat sich für seinen Part die Tondichtung „Glacier Express“ ausgesucht. Außerdem stehen der Hit „Hey Soul Sister“ von Train und ein Medley von den Monkees, u.a. mit „Daydream Believer“ und „I´m a Believer“ auf dem Programm.

Das Gemeinschaftskonzert am 5. Mai im Bürgermeister-Pohl-Haus (Im Appensee, Darmstadt-Wixhausen) beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos finden Sie auch im Internet unter www.blasorchester-wixhausen.de

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Apostelbilder in neuem Glanz

In der Wixhäuser Kirche sind zurzeit vier Restaurateure am Werk

Von Rebecca Keller, Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt

DARMSTADT-WIXHAUSEN. Zurzeit werden die knapp 250 Jahre alten Apostelbilder in der Kirche von Wixhausen aufgearbeitet.

Es war höchste Zeit: „Wir müssen es jetzt machen, um es zu erhalten.“ Das stand für Pfarrer Ingo Stegmüller fest. Die Rede ist von den zwölf Apostelbildern und zwei Darstellungen von Taufe und Abendmahl an der Empore der Wixhäuser Kirche. Hier ist Stegmüller seit vier Jahren Pfarrer. Gemeinsam mit seinem Kirchenvorstand hat er entschieden, die stark beschädigten Werke in der Kirche restaurieren zu lassen.

Seit Anfang März sind nun Marja Sterzenbach, Janna Goethe, Peter Weller-Plate und Eik Lehmann dabei, die Gemälde zu erneuern. Dazu haben die vier freischaffenden Diplom-Restaurateure zunächst die Oberflächen mit Seife und destilliertem Wasser gereinigt. Fugen wurden mit Holzspänen aufgefüllt, Löcher mit Kanülen und Spritzen gestopft und das Ganze mit Kitt grundiert, wie Projektleiterin Marja Sterzenbach erläutert. Es folgte die Retusche: Hier sind die Maler nun dabei, mit Aquarellfarben Fehlstellen, zum Teil durch Punkten, mühevoll zu überarbeiten. „Wir wollen den ursprünglichen Charakter der Bilder erhalten und sie nicht Bilder zumalen“, so Marja Sterzenbach. Ganz am Schluss werden die Bilder mit Firniss versiegelt. Unter den Apostelbildern befindet sich auch das von Bartholomäus, dem Schutzpatron der Wixhäuser Kirche.

Vor allem den Ocker-Stich wollen die Restaurateure herausnehmen. Die Bilder wurden laut Chroniken 1776 von Hofmaler Johann Christoph Castner gemalt, wie Kirchenvorsteher Jürgen Jourdan weiß. Um etwa 1875 sind die 14 Bilder übermalt, später sogar zugenagelt worden. Vielleicht habe man diese gegenüber den sieben Bildern hinter der Kanzel, die die Passions- und Heilsgeschichte zeigen, als minderwertig erachtet, mutmaßt Jourdan. Er selbst könne sich noch an die grünen Bretter an der Empore erinnern, wie er erzählt. 1965/66 sind die Malereien wieder freigelegt worden, die Übermalung wurde entfernt. Es blieb seitdem aber ein Ockerton. 1993 hatte man die Beschädigung durch den Holzwurm an den Bildern behandelt, die Wurmgänge blieben sichtbar.

„Der Retusche-Aufwand ist wegen des starken Schädigungsgrades recht groß“, sagt Janna Goethe, nachdem sie, um Nachschub an Farben zu holen, vom Gerüst abgestiegen ist. Noch fehlten „Tiefe und Klarheit“. „Es ist schön, wenn es sich schließt“, sagt die Restaurateurin, „und man sieht, was sich aus dem Nebel erhebt“. Sie lobt die „tollen Bedingungen“ in der Wixhäuser Kirchengemeinde. Bei Kälte hätte diese etwa immer dafür gesorgt, dass die Kirche gut geheizt sei.

Neun Wochen brauchen die Restaurateure insgesamt, wie sie sagen. Mitte Mai sollen die Bilder in neuem Glanz erstrahlen. „Spätestens an der Kerb im August wollen wir den Abschluss der Restaurierung feiern“, kündigt Ingo Stegmüller schon mal an. Der Gottesdienstbetrieb ist durch die Arbeiten bislang nicht gestört worden. Die Gerüste werden jeweils vor dem Sonntag abgebaut und verstaut. „Das geht jedes Mal schneller“, sagt Jürgen Jourdan.

Die Maßnahme kostet 85000 Euro. Davon übernehmen Dekanat und Landesdenkmalamt zusammen 80 Prozent. Für den Rest, rund 17000 Euro, muss die Gemeinde selbst aufkommen. „Viele Privatleute haben schon gespendet“, aber die ganze Summe sei noch nicht erreicht, so Jourdan. Mit Veranstaltungen wie Konzerten des örtlichen symphonischen Blasorchesters bekommt die Gemeinde immer wieder Unterstützung und lässt sich auch weiterhin neue Spendenaktionen einfallen.

Zur Kirche in Wixhausen:
Der romanische Turm der Kirche wurde 1150 errichtet und ist das älteste Bauwerk Darmstadts. Ein im Turm befindliches manuelles Schlagwerk von 1517 ist noch in Betrieb. Die Saalkirche wurde 1774 bis 1776 barock erweitert. Seit 1951 befindet sich ein Fresko von Eberhard Schlotter an der Nordwand. Zwei „Physikfenster“ des Darmstädter Künstlers Thomas Duttenhoefer von 1997 beziehen sich auf die ortsansässige Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI).

Restauratorin Marja Sterzenbach beim Ausbessern eines der Apostelbilder.
Pfarrer Ingo Stegmüller und Kirchenvorstandsmitglied Jürgen Jourdan freuen sich,
dass die Arbeiten so gut vorankommen.

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DRK Aktive Senioren Wixhausen - Vortrag: Sri Lanka

„Beeindruckend ist vor allem die Freundlichkeit der Menschen“ findet Gabi Otto. Sie trägt am Donnerstag, 12.04.2018, 19 Uhr bei den Aktiven Senioren in der Ostendstraße vor. Der Inselstaat Sri Lanka (ehemals Ceylon) im Indischen Ozean ist nicht nur für seine Strände bekannt. In diesem größtenteils buddhistisch geprägten Land gibt es unzählige Teeplantagen, Wanderwege, Nationalparks und viele exotische Tiere wie Elefanten, Wasserbüffel und Affen. Und die Menschen? Überall sieht man lächelnde Gesichter und fühlt sich willkommen.

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Landwirtschaft in Wixhausen

Eine Ausstellung des Dorfmuseums beleuchtet das bäuerliche Leben in den 1950er und 60er Jahren

Wissen Sie, wieviele Vollerwerbslandwirte es in Wixhausen noch gibt? Richtig, es reicht eine Hand, sie zu zählen. Dazu kommen noch ein paar Betriebe, die sich spezialisiert haben. Diese sind ebenfalls an einer Hand aufzuzählen!

Wissen Sie aber auch, wieviele Hände man braucht, um auf die Zahl der Betriebe in den 1950er Jahren zu kommen? Sage und schreibe sieben Hände.

Das Team vom Dorfmuseum macht das bäuerliche Leben im Dorf Wixhausen der 1950er/60er Jahre zum Thema seiner Jahresausstellung 2018:

Landwirtschaft in Wixhausen“ wird am Samstag, 21. April von 14 bis 19 Uhr und Sonntag, 22. April 2018 von 11 bis 17 Uhr im Gemeindehaus Scheune in der Römergasse 17 in Wixhausen zu sehen sein.

In Vorbereitung dieser Ausstellung hat die Gruppe eine Reihe von Gesprächen mit Landwirten geführt, die sich noch an diese Zeit erinnern. Wie sah ein Tagwerk in diesen Jahrzehnten aus? Welche Technik stand damals zur Verfügung, um die Arbeit zu bewältigen? Welche Ackerfrüchte wurden angebaut, wieviele und welche Tiere standen in den Ställen Wixhausens? Und wer waren die Menschen, die die Arbeit erledigten?

Manch einer wird sich wundern, wie vielfältig damals das Leben im Dorf war, wie abwechslungsreich die Felder bewirtschaftet wurden und wie breit die Produktpalette war, die die örtliche Landwirtschaft entweder direkt oder über regionale Vermarkter anzubieten hatte.

Zahlreiche Bilder dokumentieren, wie mühsam vor nur gut 50 Jahren die Landarbeit im Vergleich zu heute gewesen ist und einige landwirtschaftliche Geräte zeigen, welche technischen Hilfsmittel den Landwirten vor Zeit der allgemeinen „Motorisierung und elektronischen Steuerung“ zur Verfügung standen.

Stilgerecht wird auch die Bewirtung während der Ausstellung sein. Wie damals bei der Feldarbeit gibt es „Ladwäjebrot (Brot mit Pflaumenmus), Hausmacher Wurst und Milchkaffee.

Begleitend zur Ausstellung gibt es auch wieder eine vielseitige Dokumentation zum Thema, geschrieben von Rainer Lutz.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, eine Spende ist willkommen.

Das Team des Dorfmuseums freut sich über einen regen Besuch.

 

 

Weitere Informationen

Evangelische Kirchengemeinde Wixhausen

- Dorfmuseum -

Römergasse 17

64291 Darmstadt

Telefon 06150/7731

www.dorfmuseum-wixhausen.de

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